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Wie gut sind Laminatböden?

Von Sigrid Müller.

Der Absatz von Laminatböden in Deutschland boomt. Rund 70 Millionen Quadratmeter dieser Holzbodenimitate wurden im vergangenen Jahr verkauft. Damit sind wir in Europa die absoluten Spitzenreiter. Aber halten die meist sehr preiswerten Bodenbeläge auch das, was sie versprechen? Der WDR hat Stichproben genommen und den Härtetest gemacht.

Unsere Testreihe

Fünf Laminate im Eichendekor, von preiswert bis teuer, wurden von uns stark strapaziert. Tanzpaare drehten sich eine Stunde lang auf den Testböden, die Damen trugen Pfennigabsätze. Diesen Belastungstest haben alle Produkte gut überstanden. Es gab keine Dellen, keine Kratzer. Das sollte auch so sein, denn das Ergebnis  entsprach auch den angegebenen Nutzungsklassen. Die sind unterschiedlich je nach dem Einsatzbereich der Böden in der Wohnung oder in Gewerberäumen. Mit dem Stuhlrollentest im Labor wurde dann eine Belastung simuliert, die der von etwa fünf Jahren Nutzung entspricht. Mit fallenden Stahlkugeln machten wir dann noch den Stoßempfindlichkeitstest.

Böden empfindlicher als erwartet

Die Bilanz unseres Stichproben-Tests: Die Laminate von Bauhaus, Obi und Ikea waren nicht so robust wie in den Nutzungsklassen angegeben. Das ist ärgerlich, weil beschädigte Laminatböden nicht repariert werden können. Hat die Kunststoffoberfläche ein Loch oder Kratzer, muss die Paneele ausgetauscht werden. Wir haben die Hersteller angeschrieben und sie über unsere Testergebnisse informiert. Ikea hat daraufhin eine eigene Prüfung angekündigt. Bauhaus und Obi teilten uns mit, dass eigene Qualitätstests andere Ergebnisse hatten und  im Normbereich lagen. Die Vermutung der Herstellung: Bei den Produkten, die in unserer Stichprobe auffällig waren, handele es sich um Ausnahmefälle.

Beim Kauf nicht sparen

Unser Stichprobentest zeigt, dass der Preis eine Orientierung sein kann. Die drei preiswerten Produkte zwischen 4,45 € und 6,99 € pro Quadratmeter bestanden die  Härteprüfungen nicht. Bei den beiden teureren Laminatböden der Firmen Haro und Unilin (zwischen 9,99 € und 17,95 € pro Quadratmeter) gab es keine Probleme. Unsere Empfehlung: Wer lange etwas von seinem Laminatboden haben will, sollte etwas mehr Geld ausgeben.

Der Blaue Engel

Zwei Produkte in unserem Stichprobentest (Obi, Haro) trugen den Blauen Engel des Umweltbundesamtes. Dieses Siegel wird unter anderem für emissionsarm hergestellte Sperrholz- und Spanplatten vergeben. Holzplatten sind das Trägermaterial bei Laminaten, auf sie wird das Holzfoto geklebt. Aus den Holzplatten können formaldehydhaltige Klebstoffe ausdünsten, auch aus den Kunststoffoberflächen der Laminate können Schadstoffe in die Luft abgegeben werden. Die gute Nachricht: Bei Laminatböden gibt es in Punkto Schadstoffbelastung inzwischen wenig Probleme, das zeigen unter anderem Öko-Test Untersuchungen.

Spezielle Holzsiegel

Ein Laminat in unserem Stichprobentest (Unilin) trug das PEFC Siegel. PEFC zertifiziertes Holz kommt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Das Siegel wird von unabhängigen Experten vergeben und kontrolliert. Das PEFC Siegel ist weniger streng als das FSC Siegel, das bei uns vor allem für die Zertifizierung von Tropenholz bekannt ist. Umweltschützer kritisieren, dass mit dem PEFC Siegel meist ganze Waldregionen zertifiziert werden und kaum einzelne Betriebe. Trotzdem ist das PECF Siegel eine Orientierung beim Kauf. Man kann sicher sein, dass das Holz  nicht aus illegalen Waldeinschlägen stammt. Laminatböden mit dem anspruchsvolleren FSC Siegel gibt es auf dem deutschen Markt so gut wie nicht.

Auf die Trittschalldämmung achten

Eine gute Trittschalldämmung ist das das A und O beim Laminatverlegen, denn die Kunststoffoberfläche leitet den Schall. Für eine gute Dämmung gibt es inzwischen Korkmatten oder spezielle Plastikfolien. Auf keinen Fall sollte man als Schalldämmung alte Teppiche verwenden, so die Warnung von Baubiologen. Unter dem Laminat können sich  Bakterien und Schimmelpilze vermehren, das ist ungesund. Der Tipp: Es gibt inzwischen Laminatböden mit integrierter Schalldämmung.

Was tun mit altem Laminat?

Einzelne Laminatpaneelen können normalerweise in den Hausmüll geworfen werden, größere Mengen sind Sperrmüll. Allerdings gibt es Kommunen, die betrachten Laminat als Sondermüll. Unser Tipp: Bei der Kommune anrufen, bevor man seinen Laminatboden entsorgt.

Quelle : http://www.wdr2.de/service/quintessenz/laminat-100.html

 

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